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ROBERT GEORG LEHMANN




1942: Geburt in Niederkorn (L)
03.1944: Robert Georg und sein Bruder Egon werden ins KZ Auschwitz-Birkenau (PL) deportiert.
06.1944: Robert Georg wird in Auschwitz ermordet.
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Sinti und Roma, früher „Zigeuner“ genannt, werden von den Nazis als „minderwertig“ angesehen. Sie werden erforscht und medizinisch untersucht, um herauszufinden, inwiefern sie sich von den Deutschen unterscheiden. Stammbaum von Egon Lehmann. Er diente zur Ausgrenzung von Menschen, die als „Zigeuner“ klassifiziert wurden.
Die in Deutschland lebende und als „Zigeunerin“ registrierte Christine Lehmann bringt 1942 im luxemburgischen Differdingen – bei Verwandten des Vaters – ihren jüngsten Sohn Robert Georg zur Welt. Sie hofft, die Geburt ihres Sohnes vor den NS-Behörden geheim halten zu können. Ihre Beziehung mit dem Vater, dem „Reichsdeutschen“ Karl Hessel, ist nach den Nürnberger Rassengesetzen verboten. Die Beiden haben bereits einen gemeinsamen Sohn, den von den Nazis als „Zigeunermischling“ registrierten fünfjährigen Egon. Lehmann kehrt mit Robert Georg in ihre Heimatstadt Duisburg zurück. Dort soll Lehmann verhaftet werden, weil sie verbotenerweise die Stadt verlassen hat und weiterhin mit Hessel zusammenlebt. Sie taucht unter, wird später jedoch verhaftet und ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Hessel versucht seine Söhne zu verstecken: Egon bei seinen Eltern in Deutschland, Robert Georg in Luxemburg. Der Plan misslingt. Robert Georg und sein älterer Bruder werden nach Auschwitz-Birkenau ins „Zigeunerlager“ deportiert. Lehmann und ihre Söhne sterben in Auschwitz. Der Vater wird zum Militärdienst eingezogen. Er gilt als an der Front vermisst.
Karl Hessel unterhält seit etwa 3 Jahren mit der
Christine Lehmann ein eheähnliches Verhältnis. [...] Christine Lehmann ist Angehörige der Zigeunersippe August Lehmann [...]. Zur Reinhaltung des arischen [deutschen] Blutes ist ein weiteres Zusammenleben unerwünscht.
Mitteilung der Kriminalpolizei in Duisburg an den Oberbürgermeister und das Gesundheitsamt in Duisburg, 17.1.1942.
Auf Befehl des Reichsführers SS vom 16.12.1942 sind die unehelichen Kinder des Zigerunermischlings, Christine Lehmann, geboren 18.12.1920 in Duisburg, zur Zeit im Konzentrationslager Auschwitz aufhältlich, Egon Lehmann [...] und Robert Lehmann ebenfalls in das Zigeunerlager zu überführen.
Bericht der Kriminalpolizei Duisburg, 3.2.1944.

1944 berichtet die Polizei in Essen an die Kommandantur in Auschwitz, dass Robert-Georg von Duisburg ins Zigeunerlager Auschwitz gebracht wird (Dokument falsch auf 1943 datiert).
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